Zu Besuch in den Potsdamer Behindertenwerkstätten

Kinder- und Jugendeinrichtungen, Krankenhäuser, Flüchtlingsunterkünfte: Wer beim DRK in Brandenburg einen Freiwilligendienst absolvieren möchte, hat diverse Möglichkeiten. Rund 155 Einsatzstellen betreut das Rote Kreuz in Brandenburg. Darunter auch die Behindertenwerkstätten in Potsdam.

„Vielfalt ist unsere Spezialität“ steht in großen Buchstaben über dem Haupteingang der DRK-Behindertenwerkstätten in Potsdam. Dort arbeiten rund 70 Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler mit Menschen mit Behinderungen. Seit April ist auch Lina Schoek Teil des Teams. Nachdem sie ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Bereich Wohneinrichtung gemacht hat, wurde sie übernommen. Die Arbeit macht ihr großen Spaß: „Die Kollegen sind hilfsbereit und bei der Arbeit mit den Menschen mit Behinderungen bekommt man so viel zurück. Das muss man einfach erleben“, sagt die 20-Jährige.

Als sie nach dem Abitur überlegt, wie es für sie weitergeht, besucht sie die Webseite der DRK-Freiwilligendienste und schaut, wo sie ein FSJ machen könnte. Vor allem die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen interessiert sie. „Ich hatte schon mit Kindern gearbeitet, aber keine Berührungspunkte mit Menschen mit Behinderungen. Das wollte ich ändern“, sagt Lina Schoek.

Als sie nach dem Abitur überlegt, wie es für sie weitergeht, besucht sie die Webseite der DRK-Freiwilligendienste und schaut, wo sie ein FSJ machen könnte. Vor allem die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen interessiert sie. „Ich hatte schon mit Kindern gearbeitet, aber keine Berührungspunkte mit Menschen mit Behinderungen. Das wollte ich ändern“, sagt Lina Schoek.

Von der Freiwilligen zur Mitarbeiterin

Sie ist froh, sich nach der Schule für das FSJ entschieden zu haben. Die Arbeit begeistert sie. Das fällt auch Jörg Schröder auf: „Ich habe sie von Beginn an als neue Mitarbeiterin wahrgenommen. Sie war so auffällig engagiert, so neugierig. Es hat einfach gepasst“, sagt der Geschäftsführer der Potsdamer Behindertenwerkstätten.

Als in der Corona-Pandemie zusätzliche Dienste anfallen, springt sie ein und möchte direkt einsteigen. „Da mussten wir nicht lange nachdenken“, sagt Jörg Schröder. Lina Schoek kann ihr FSJ, das normalerweise ein Jahr geht, auf sechs Monate verkürzen.

„Das ist das Beste überhaupt“

In ihren Schichten nimmt sie mit Kranken und Senioren Arzttermine wahr, holt mit ihnen Rezepte und Medikamente oder räumt die Zimmer auf. Auch das Mittagessen oder Abendbrot machen sie gemeinsam – und sich eine schöne Zeit. „Einer Bewohnerin bringe ich immer einen Kaffee ans Bett, wenn ich sie wecke, weil sie so am liebsten aufsteht. Darüber hat sie sich schon so gefreut, dass sie für mich gesungen hat“, erzählt Lina Schoek.

Im FSJ arbeitete die Neuseddinerin das erste Mal in Vollzeit. Der Umstieg vom Schul- auf den Arbeitsalltag ist ihr nicht schwergefallen. „Mir war wichtig, dass ich mich nicht zur Arbeit quäle. Nun ist genau das Gegenteil der Fall und ich habe Spaß. Das ist das Beste überhaupt“, sagt sie.

Im Freiwilligendienst aufgehen

Für Jörg Schröder ist das FSJ von Lina Schoek ein Glücksfall. Er freut sich schon auf den Freiwilligen, der ab September in den Werkstätten beginnt. „Ich kann das FSJ jedem empfehlen, um in die Berufswelt zu schnuppern. Außerdem gehe ich nun offener durch meinen Alltag und merke, wenn Menschen Hilfe brauchen“, sagt die 20-Jährige. Sie könne sich vorstellen, soziale Arbeit zu studieren oder eine Ausbildung in der Heilerziehungspflege zu machen. Über das Wo muss sie nicht lange überlegen: „Am liebsten bei den Behindertenwerkstätten in Potsdam.“